Kurz bevor die Popkomm anrauscht nochmal auf ruhigere Musik verweisen: Bill Wells “Osaka Bridge” auf Karaoke Kalk. Die ist zwar schon seit Juni in den Läden, pustet aber gerade so wunderschön nebensächlich durch meine Wohnung, dass ich nochmal darauf hinweisen muss. Das passiert, wenn ein schottischer Pianist auf ein japanisches Amateur-Ensemble trifft. Schräg daneben liegen war noch nie so groß wie bei Maher Shalal Hash Baz und ihren Blasinstrumenten. Bin Fan. Mehr zu Bill Wells Projekt hier von Thaddeus Herrmann in der de:Bug. Maher Shalal Hash Baz ist übrigens hebräisch und heißt: “Sei schnell, wenn du was stehlen willst.” Habe ich irgendwo gelesen.

oh well, no comments Mrs Bunz
thanks für maher shalal hash baz
klingt irgendwie 80ies (und irgendwie nach mr. sudden)
plus aber besonders marden hill auf cadaquaz (oder so ähnlich) oder qadaqaz
ich würde am liebsten irgendwie ein feedback auf den urbane penner artikel bringen, das scheint mir hier unter der überschrift zu gehen
den übergang hinbekommen … sagte mir ein berliner veranstalter für etwas andere konzerte, dass er in berlin große probleme mit dem publikum hat, es kommt nämlich nicht … (labels von tzadik bis unbekannter) … es gibt winzige orte, die bspw jemand wie guy klucevsek ansteuert und berlin am rand liegen lässt, dabei steht der östlich von berlin, nicht wie man meinen könnte im tiefen westen … es ist weder ein kleiner offener ort (da sagte mir der veranstalter in welch wundersame gegenden er cds vertreibt, wo man meint, he das ist downtown new york – und berlin, naja…) …
was oben großartig neben der spur ist, scheint mir anderswo nicht an die glocke gehängt zu werden und doch statt zu finden …
… dann … ich bin absolut geschockt über den artikel zu den urbanen pennern … wenn das irgendjemand schreibt, … aber es ist mrs bunz … (die klagen höre ich aus den usa übrigens auch) … mich wundern gewisse dinge nicht mehr … sabeth buchmann wäre auch noch aufzählbar gewesen, als pendler, wo man denkt, das kann nicht wahr sein (mir fallen massen akademischer pendler ein)… von außen sehen die namen alle sehr privilegiert aus und dann real sitzen im alltag die kleinbürger lukrativ im trott … berlin ist eine kleinbürgerstadt, es ist nicht das kreative refugium, kreativ ist eine zwielichtige vokabel … dem kleinbürger gehts in berlin gut, der hat keinerlei probleme …
ich glaube, dass man wirklich professionell einen job in berlin nicht machen kann (es sei denn in nischen, die nische ist irgendwie unauffällig nach aussen an der uni bspw. – und man leistet was) … mir fehlt in berlin der wille nach anstrengung, was kommt ist idr ein sprint, die puste reicht nicht weiter … (persönlich halte ich die kleinbürger für störfaktoren, urgh) … berlin drängt in die diskurse, die da sind, es lässt keine freiheiten … es ist die berlin-kultur, die da ist – eigene wege sind in berlin schwer (gebackt durch empirische untersuchungen, kein journalismus, empirisch-kulturwissenschaftliche studien kopenhagen, london, amsterdam, paris etc. … ) … was berlin ist, wurde im artikel aufgezählt … (übrigens ist es shocking zu wissen, dass die macher des merve-verlags auch nicht davon leben können – es muss zusätzlich geld rein, schon immer und immer noch) …
… konzentriert man sich eher auf wissenschaftliche dinge, spielt berlin keine rolle, es fällt raus … verbindet man dann wissenschaften mit kultur, ist das keine berliner kultur, denn es sind gleichzeitg wissenschaften, in nicht hochgepitchter sprache – gute wissenschaftler drücken sich allgemein unverschnörkelt aus … (es gibt in berlin durchaus geheimrunden, von denen ausserhalb kaum jemand etwas weiß – die mitglieder dieser zirkel sind meines wissens hochgradig wiederum pendler) …
von beckett sagt man, er sei in so viele sprachen übersetzt worden, weil er sich auf das wesentliche konzentrierte, auf grundfragen usw, was nirgends schwierigkeiten machte und dadurch anschlussfähig wurde … man sollte berlin ausklammern und es anders versuchen, offener … auch mit dem, was man tut … sinnkrisen entstehen dann weniger …
ich habe nicht gewusst, dass es euch allen so geht wie beschrieben …
neulich las ich, und hier die bücher unserer autoren (taz), ich wusste, die reichen ja ziemlich nicht ran … ich war darauf nicht etwa arrogant … es war mir nur einiges klar geworden …
man kennt in den kleinsten kaffs dwor feiler, in berlin kopfschütteln, das verstehe ich eher unter schräg. dwor feiler ist glaube ich auch ein hebräer … das berlin-label würde ich nicht bedienen … offener … ohne dahin zu verfallen (neulich wieder im pro quarkdrahtmeter) durch die welt zu jetten und das möglichst laut zu betonen (plus den anmerkungen gut gefördert zu sein, ge-för-dert !!!) …
nach dem gründlichen lesen des artikels urbane penner muss ich nachsichtiger sein – auweia, oh weh, nicht vermutet so
bevor s nach monolog aussieht – ich war noch nicht fertig
und der artikel zu den urbanen pennern steht ja nicht ohne grund da, wenn man hier vorbei schaut muss man den sehen (ok, direkt schon) …
… beckett hätte es ohne die leibrente seiner eltern nicht gegeben, die bekam der bis ca Alter 48 … dasselbe gilt für gertrude stein, es gilt aber ebenso für wissenschaftler, bspw lise meitner … die hatte mit 38 das erste eigene geld … die zwangsstrukturen existieren, an der uni, wie macht man es … welche wege geht man … man wird schnell entdecken, dass das sehr standardisiert ist … wer sich an das fach gut anpasst wird idr gut weiter kommen, das löst unter umständen stress für diejenigen aus, die es anders wollen – deutschland hat ein riesenproblem, laut oecd fehlen hier leute mit den ideen, es fehlt gerade das, was hier vielleicht unter der vokabel kreativität verstanden wird, es gibt viel zu viele verwalter, fachverwalter und anpasser in deutschland, das ist die oecd studie, die das fortschreibt, was bereits in den pisa-studien kritisiert wird, der wahnsinnsanpassungsdruck in deutschland – es geht nicht um eintrittspreise in clubs, die man da markieren kann … leute wie mit verlaub, es darf ja sein, buchmann, rebentisch sind fachlich tycoons … und die sind auch ganz prima … es fehlt denen eine leichtigkeit, bspw wie man die bei serres finden kann usw. … das verändernde , das freie … (das man das kreative nennen kann) … die block(tsts)s der riesenmaschine verlangen oftmals knallhart strikt fachliche fundierungen, natürlich als eine form legimativen kapitals … es herrscht ein druck auch in berlin, der nicht bewusst gemacht wird oder nicht bewusst wird … dann weiß man, da sitzt eine schneiderin, die sitzt da in ihrem studio und die steht sehr wohl auch unter druck und der druck äussert sich nicht direkt … (dann kommt, ja, die berliner trauen sich nicht zu tragen, und wer das kauft und wo es hin geht – ) … es gibt in b erlin einen normdruck, man vermeidet sowas, lenkt sich in andere bahnen und verdrängt das ggf. … ich denke, dass wieder wissenschaften, fachliches ziemlich zur kompensation solchen drucks verwendet wird, indem es hóchgepitcht wird und darüber legitimation beweisen soll – die leute spüren einen legitimationsdruck und den halte ich für berlin für hoch … warum, weil ich glaube (glaube), wenn man sich sowas wie bspw serres leisten würde (ohne dabei journalismus zu betreiben, was keine kritik am journalismus ist – es gibt in berlin gute journalisten) die furcht hat, eben, zum penner – und das subjektiv – werden zu können – weil man was los lässt oder los lassen muss, nämlich das kanonische fachliche kapital, das die legitimation verbürgt, das risiko hat keinen bürgen … es ist die angst, was zu können … man hält sich überreaktiv am verbürgten … (womit ich nicht meine, es sei verboten reichhaltig sachverhalte erklären zu können, philosophen etc usw, das kann man ja tun) … die angst was zu können, korreliert “mit” der schneiderin, nämlich die angst, was zu tragen … die kleidung repräsentiert in hohem maß das kanonisch verbürgte …
(in der zitty gab es immer diese leser-polls, in denen dinge wie, ich habs vergessen genau, aber wie die scorpions und ähnliches, die kanonischen namen meine ich immer hoch oben rangierten – völlig im gegensatz zu den polls der journalisten der zitty – in den leser polls kam klar raus, was berlin eigentlich mehrheitlich darstellt) … fragt man in buchhandlungen nach, ham wer nicht, wird nie nachgefragt – frag ich einen händler, den oben, schon angeführt, was geht denn so, was wird denn gekauft, und wo gehts hin – … ich bin zu amazon usw gewechselt … die haben auch b_books – zu weit) …
… es ist die angst, urbaner penner zu sein – oder zu werden – berlin fährt nach wie vor eher die politische schiene und die regelt sich immer und stets nach inhärenten normen, nicht nach freiheiten … die werden vom antagonistischen aussen gefordert, allerdings so, dass sie den normen, die die gruppen (egal welcher richtungen) zusammen halten undaher schon wieder aus der innenperspektive der vertret der gruppe nicht frei sein, sondern konstituierende normen … berlin ist stark, ob fachlich, politisch, kulturell etc an solchen perspektiven ausgerichtet, das gilt auch für das sogenannte kreative
man darfs ja nicht sagen, ein absolut zufälliges treffen mit kasper könig ergab (etwas her, aber nicht zu sehr), dass der das in etwa auch sagte, es ging um konkreteres, aber ableitbar …
… für mich sind die berliner, über die ich überblick habe, bspw im wissenschaftlichen, viel zu sehr punktgebildet ohne weitere vielfältigere skills, karriere oder etc augenklappen , aber was die machen ist natürlich nicht zu kritisieren – aber ich sehe in den ergebnissen zu sehr druck dahinter, das ist mir zu dünn … und das artikuliert wiederum die oecd studie genauso …
ich lese in dem urbane penner artikel hinter den buchstaben ziemlichen druck raus, legitimitätsdruck etc. … berlin tut nichts – man denkt an eliten und elite-unis — ohne zu definieren, was das sein soll … creative (!) writing ist an us unis oder in uk usw an solchen unis teils mastersparte … man weiß sehr wohl, dass gewisse formen von druck nicht das bringen, was sinnvoll ist … der legitimitätsdruck setzt bereits bei den hochschullehrern ein, es werden die gefördert, die überkompensierungen verinnerlicht haben als überkompensierungen mit dem fokus eng am fach zu arbeiten … über multi disciplinary studies macht man sich hier lustig …
ich halte berlin nicht für offen … das demonstrativ laute sich feiern und dem gefördert werden (s. o.) ist ein ventil für solchen druck, es vermittelt, ich bin legitimiert …
wenn man – ich bspw. – was kritisiert, muss man ziemlich aufpassen und dabei immer wissen, unter welchem druck da jemand vielleicht steht – und das ist existenzangst und ist die angst, nicht legitimiert zu sein … ich weiß nicht, sind es bei manchen mit der knochenarbeit nicht heftige überkompensationen – inkl des zwangs beinahe schulmeisterlich symbolisch-kulturelles kapital in entsprechenden wissenformationen rüber bringen zu müssen, in der wahl der formulierungen etc
das war jetzt was ernstes (live ohne redaktion)
in clubs lässt sich viel vergessen – ist auch richtig, …
klar, berlin strukturiert die leute … das pendeln – ein oszillieren – bleibt aber in zwischenstadien – diese form des pendelns wird durch meta-strukturen hervorgerufen – urbane pendler – die urbanität ist eine oszillierende, was oszilliert, oszilliert zwischen etwas, es ist nicht frei … ich glaube, eine lösung der andern dinge, wird zu veränderungen an dieser strukturschale führen … dieses pendeln, dieses oszillieren markiert eine virtuelle stadtmauer, eine mauer gebündelt aus legitimationsgründen und möglichen alternativen zur residenzstadt, aber das pendeln hängt an einem pendel, das pendel ist ein zwangsfaktor … man könnte pendeln auch nomadisieren nennen … es ist eine form von landstreichen … öhm … penner und pendler werden so amalgamiert … urbane landstreicher … klingt gar nicht schlecht … wozu der druck
…