100, Glückwunsch

Annläßlich ihres Geburtstages wurde Hannah Arendt am Wochenende von der FAS und Thomas Schmid gut gefunden und von Micha Brumlik in der TAZ gebasht. Brumlik behauptet, Arendt könne die Globalisierung nicht denken. Schmid plädiert dafür, sich die Freiheit zu nehmen, mit Arendt Politik nicht als Verwaltung, sondern als Leidenschaft und Gestaltung zu denken. Warum links rechts gedacht wird und umgedreht, verstehe, wer will, da habe ich mich eh langsam dran gewöhnt. Und bin für Freiheit und FAS, klar.

6 Responses to “100, Glückwunsch”


  1. 1 straub-huillet

    was arendt zur globalisierung sagen könnte z.b. in:

    Oliver Marchart : Neu beginnen
    Hannah Arendt, die Revolution und die Globalisierung
    (turia & kant)

    ganz gutes buch.

    warum kann aber zitty den porno nicht denken und wirkt in den letzten monaten spiessiger und unorigineller als die olle tip? frau bunz, zu dieser tollen veranstaltung in der volksbühne hätte man ja schon mal was sagen können oder? das wirkt ja schon fast ressentiment behaftet, wie das ignoriert wurd währned die roche langweilig drauflosplappert wie immer

    aber wie auch immer: herzlichstes an hannah

    s&h

  2. 2 molka bruttmar

    da kann ich dir nur zustimmen, daß die roche absolut nichts kann (wie jeder vj)

    habe die als letztes in einer talkshow gesehen, wo sie ernsthaft behauptete, der einzige unterschied zwischen den geschlechtern sei, wer die kinder bekommt.

  3. 3 mrs. bunz

    Also meine mail an s&h ist wohl nicht angekommen, deshalb nochmal als Mail: zitty hat einen größeren Artikel über das Pornofilmfestival im Kinoteil. Nix ignoriert. Und was meinst du genau mit spießig?

    Ansonsten: Sicher ist Charlotte Roche keine intellektuelle Leuchtturmveranstaltung, hat sie auch nie behauptet. Aber sie ist die erste Frau, die damals lieber schrill als gut aussah. Und das zu einer Zeit, als im Musikfernsehen noch überall diese netten Girlies waren. Und die Musik nicht nur präsentierte, sondern sich auch auskannte. Kann man schonmal honorieren.

    Eigentlich aber: Auf Hannah.

  4. 4 dreta

    auf hannah

    als eine der ersten erkannte h.a. die konsequenzen aus der relativitätstheorie für zeit,gegenwarts u geschichtskonzepte und damit immanent für politik(irgendwo more en detail in einem der sammelbände) … was alles andere als dialektisch ist … nämlich sehr hervorragend …

    prost

  5. 5 Aram

    @mrs. bunz: so neu war ch. roche in dieser hinsicht auch wieder nicht, das hat es auch vorher schon gegeben: bei “live aus der alabamahalle” in den 80ern zum beispiel gab es auch frauen, die wissend redeten und keine “girlies” waren.

  6. 6 straub-huillet

    @mercedes bunz: der zitty artikel beschränkt sich im gegensatz zu zahlreichen anderen auf porno als kino. die ganze politik, die dahinter steht, und ziemlich beeindruckend auf dem event in der volksbühne von sprinkle, thaemlitz, diefenbach, stüttgen usw. unterstrichen wurde, kommt in der zitty nicht vor. spiessig dagegen, nur ein beispiel, weil es inhaltlich auf der hand liegt, finde ich hingegen die männertitelstory bei euch. als hätten die letzten 30 jahre diskurs nicht stattgefunden oder ginge nur ein paar freaks im queeren untergrund was an.

    aber es gibt bestimmt auch andere beispiele, les ja brav weiter und so…

    s&h

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