Fernsehen oder so ähnlich

Ich rede ja ab und zu mit dem Fernsehen. Lange habe ich mir das nicht angeguckt, wenn die mich aufgenommen haben. Weil: Ich habe mir eingebildet, man sollte da eher natürlich bleiben und deshalb sei das besser. Eines Tages aber doch. Und was entdeckt? Dass ich komische Gesichtsverziehungen mache. Und dass natürliches Verhalten vor der Kamera dazu führt, dass man völlig unruhig aufgedreht durch die Bilddiagonale fegt. Ging alles gar nicht, war schrecklich anzusehen. Es hat schon einen Sinn, dass Anne Will immer so ruhig dasitzt. Viel habe ich aber offensichtlicht nicht dazugelernt, wie ich gerade festgestellt habe.

Jetzt erst angeguckt: Mich auf rebell.tv – und gefunden: Uh. Eigentlich denke ich ja immer, ich bin eine ernsthafte Person, aber irgendwie wirke ich vor allem niedlich. Hey Welt. Dieser Eindruck ist falsch. Ich bin bald 35 und sehe nur zufällig aus wie eine Heike Makatsch Mitte der Neunziger, die als Girlie über Politik redet. Ich schwöre!

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Und darin geht es um: Brille abnehmen – Ankommen – Ökonomie ist die neue Politik (nicht gut formuliert) – Kommt das Internet vom Krieg oder von Filesharing – Warum mache ich Zeitung und nicht Internet – Das ging aber schnell

6 Responses to “Fernsehen oder so ähnlich”


  1. 1 Frank

    Hey dachte ich, es stimmt, mit 35 fangen die Leute an mit ihrem Fernseher zu reden. Vereinsamung im Alter, oder zumindest die Vorstufe davon. Aber Nein, nur falsch gelesen. Mit dem FernseheN reden, nicht mit dem FernseheR. Okay.

    Leider ist rebell.tv derart rebellisch, dass es meinem Browser nicht möglich war, Erkenntnisse zur Niedlich oder Ernsthaft Debatte aus dem Netz zu ziehen. Dabei kann man normalerweise eine Menge erfahren, wenn man Leute im Netz ergooglet bzw. ergooglen würde. Zumindest über den Musikgeschmack lässt sich immer etwas lernen. Manchmal fehlt(e) jedoch die investigative Neugier. Kommt bekanntlich in den besten Kreise vor…

    Zurück zum Thema: Ob Anne Will das richtige Vorbild ist, weiss ich nicht. Habe mal von einer Studie gehört, wonach männliche (sorry, so sind wir halt) Zuschauer sich trotz intensiven Hinsehens überhaupt nicht an die Nachrichten erinnern können, die sie vorträgt. Von daher ist “über die Bilddiagonale fegen” vielleicht gar nicht mal so schlecht…

  2. 2 jonny

    Du bist tatsächlich sehr niedlich. und dem interviewer um längen überlegen. was ist das für ein typ? “holzverarbeitende industrie”?! hallo?

  3. 3 Tom

    Fishing for compliments?

  4. 4 mrs. bunz

    Nein, mich eher einfach gewundert. Und der der Mensch von Rebell war durchaus nett, wollte halt eben nur das Internet hochhalten. Egal. Ich sollte auch nicht hier auf dem Blog herumstromern, ich sollte meine Artikel weiterschreiben.

  5. 5 Uralte Sage

    Eine Bilddiagonale kann ich zwar nirgendwo entdecken, am Tisch? aber auf jeden Fall fegt etwas sehr sehr Niedliches durchs Bild.
    Vielen Dank für das [im Interview gesprochene] “Ich bin keine Unternehmerin!” Das hat etwas Befreiendes. Nur leider ist man anscheinend dazu gezwungen, nebenbei auch Unternehmer zu spielen, wenn man nicht von den Unternehmern selber (comme Holtzbrink) klassisch ausgeplündert und organentnommen werden will. Aber Unternehmertum ist dann widerum zu uninteressant. Und blöd. Und dann gibt es eben keinen Businesscase, und die coolen Ideen wie Flickr und VideoEgg kommen, wie Du sagst, wieder mal aus Amerika. Tschuldigung für das Gejammere.

  6. 6 /sms ;-)

    finde leider deinen kommentar erst jetzt. danke. genauso war/ist es: internet hochhalten und so. die viel zu seltenen praxiserprobten netztheoretikerInnen an die bäumetöter zu verlieren tut einfach weh. das muss manN doch noch sagen dürfen. odr? eben. aber: das nächste mal halte ich dich gerne um die doppelte zeit vom weiterschreiben ab. versprochen ;-))

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