Monthly Archive for February, 2007

Dieses Jahr wird groß. Nix retro. Let’s go.

kuchen1.jpgHeute Morgen beschlossen, dass 2007 richtig gut wird, denn dafür gibt es jede Menge Anzeichen: Alleine die Musik, die in den ersten Monaten von 2007 erschienen ist oder gerade erscheint, könnte einen durch das gesamte Jahr tragen. Das beginnt bei Air mit Pocket Symphony, die ja auch auf der neuen Alex Gopher mitspielen (die fantastisch ist), es führt weiter über die unglaublichen Klaxons mit Myths of the Near Future und endet dann noch lange nicht bei National Anthem of Nowhere, die der Producer von Broken Social Scene gemacht hat, etwas sauberer diesmal, more bedroom, less steel wie er selber sagt. Und das ist alles irgendwie: Groß. Gelungen. Richtig gute Kunst.

Womit klar ist: Man muss Tobias Rüther widersprechen. Auch wenn in seinem Text “Der Kreislauf des Zitats” (am Sonntag in der FAS war das, hat jemand den Link?), die Beobachtung mit dem Archiv, das jetzt allen offen steht, absolut richtig ist, heißt das nicht, dass es deshalb einen Grund gibt, Angst vor Langeweile zu haben. Im Gegenteil. Mehr noch, für Kulturpessimismus, wie er heutzutage gerne kollektiv quer über die Generationen hinweg von 25-45jährigen gegenüber der Popkultur gepflegt wird, gibt es derzeit überhaupt keinen Grund.

Die gerne vorgetragene Beobachtung, dass wir in einer Zeit leben, in der alles nur noch Retro wäre, in einer Zeit, in der nichts “eigenes” los ist, weil alle – so sagt man – noch auf das neue Jahrtausend warten und sich solange die Zeit damit vertreiben, das Archiv aufzurufen: Stimmt nicht. Denn dieses Retro ist gar keines. Das Archiv wird nicht nur anders benutzt als früher, die Musik ist auch so auf den Punkt gebracht, besticht durch ihre Präzision und ihre Konsistenz, dass man sich darin ausstreckt und wohl fühlt. Das ist kein billiger Abklatsch, es ist keine einfache Wiederholung – das alles, das ist weit mehr als einfach nur Retro. Was wir hören, ist, wie D. gestern quer über sein zweites Becks hinweg bemerkte, aber eben auch kein Zitat. Und das stimmt. Es ist etwas anderes.

kuchen2.jpg Folglich könnte es so sein: Das Problem, vor dem wir stehen, hat weniger die Musik oder die Popkultur, als vielmehr unsere Sichtweise darauf und unser Schreiben darüber. Denn was das ist, was wir hören und sehen, das müssen wir erst noch herausfinden. Nicht die Musik hat sich nicht weiterentwickelt, wir gucken auf sie vielmehr noch mit dem falschen, alten Blick. Wir suchen immer noch nach einem Weiter, wobei genau das “Weiter” jene Kategorie ist, die absolut 1981 ist – und eben nicht 2007. Heute funktioniert Geschichte eben anders – und Geschichte hat in ihrer Geschichte ja immer wieder anders funktioniert. Wie, das sehen wir aber noch nicht. Wir sehen nicht, wie das Neue funktioniert, denn wir benutzen die alten Kategorien und ein angestaubtes Vokabular, das zudeckt, was eigentlich schon lange passiert ist. Und wie das Neue funktioniert – beispielsweise nicht mehr nach dem Prinzip des Weiter. Vielleicht eher nach Intensität, Konsistenz, Präsizion, you name it. Jedenfalls nach anderen Kategorien. Aber um die nach vorne zu holen, braucht es neue Wörter, eine neue Sichtweise, vielleicht auch eine neue und andere Sprache. Und eines ist klar: Das herauszufinden, sich da ranzutasten, das ist eine wirklich gute Aufgabe für 2007. Popkulturdiskurs, spannend wie nie. Nix retro. Let’s go.

Indie-Discokugeln sind die neue Kulturtechnik (Achtung es wird schwierig)

alexgopher1.jpg Die Sonnenbrille aufsetzen und damit quer durch das Büro tanzen, weil es etwas Irrsinn im Leben immer wieder braucht. Das geht, hiermit zum Beispiel. Die neue Alex Gopher, die heute rauskommt, ist einfach ein Killer, das muss allen explizit gesagt werden. Hiermit geschehen.

Dann könnte man überlegen warum. Was da los ist. Denn was man hört, ist irgendwie seltsam: Songwriting mingelt mit Disco-Elementen und zeigt daneben, dazwischen, dabei völlig problemlos Spuren von Rock. Genau hier steht man vor einem bestimmten Moment, einer gelungenen Amalganisierung – ein Phänomen, das mich schon länger interessiert. Ich versuche mal eine Beschreibung.

Prinzipiell ist es ja so: Kultur operiert schon lange damit, Verweise und Spuren auf andere, ältere Formen zu legen. Das ist okay, das kennen wir, das geht schon die ganze Kunstgeschichte so. Das besondere ist aber die Art und Weise, mit der heute diese Verweise operieren, denn die ist neu, aufregend und anders. Es wird kein Zitat mehr ausgestellt, das auf einen anderen Kontext verweisen möchte – der alte Kontext ist unwichtig, zumindest unwichtiger als bisher. Es wird keine Bedeutung von A (alt) nach B (neu) transportiert. Das Alte ist sicher da, aber man versteht B, also das Neue, auch, wenn man das Alte nicht kennt. Es wird auch nichts mehr weiterentwickelt, als logische Fortsetzung des Alten. Das Alte ist nach wie vor vorhanden, aber eben irrelevanter als bei den bisherigen Formen kultureller Wiederholung. Um sich mal kurz bei Derrida anzulehnen, tue ich ja gerne: Es beherrscht nicht mehr den Schauplatz der Wiederholung.

Man operiert also nicht mehr in der herkömmlichen Form eines Zitats oder eines Samples. Dennoch wird etwas wiederholt. Vor was steht man? Man steht vor einer Form der doppelten Wiederholung: Indem man mehrere Elemente wiederholt, sie dabei aber kombiniert, entsteht etwas Neues, Eigenes. Es ist eine zweifache, in sich verschlungene Verdoppelung. Dadurch verweist das Neue nicht mehr auf sein Original, oder na gut, sagen wir so: zumindest verweist es weniger heftig da drauf.

Und das heißt folgendes: Die Kopie wird erwachsen. Sie bezieht sich 1. nicht mehr auf ein Original, vor dem sie sich sekundär abhebt. Sie ist in gewisser Weise selbstbewusst: Sie produziert das Original, indem sie es zitiert. 2. löst sich das Neue dabei noch weiter vom Original, indem es mehrere Originale in die Luft wirft und miteinander verschlingt. Wenn das funktioniert, hört man ein gutes Stück. Sieht eine gute Serie. Oder ein gutes Stück Kunst. Äh, macht das Sinn?

Amalganisierung ist allerdings ziemlich häßlich, da braucht es noch ein neues Wort.

Sorgen wir mal mit ein paar Bomben für mehr Demokratie

Gustav Seibt trifft in seinem lesenswerten Artikel in der heutigen SZ genau den Punkt, über den man sich bei der Argumentation für den Irakkrieg immer wieder fassungslos geärgert hat:

Vor allem (…) bemühte man großflächige historische Analogien: Der wünschenswerte Sturz Saddams wurde umstandslos mit dem Kampf gegen Hitler parallelisiert, die Demokratisierung des Iraks mit der Demokratisierung Westdeutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg verglichen, und die Chance einer demokratischen Ausstrahlung auf den gesamten Nahen Osten legte man sich zurecht mit dem Ende des Ostblocks und der raschen Etablierung bürgerlicher Demokratien danach.

Nur über den heutigen Irak und seine reale innere Lage wusste kaum jemand etwas zu sagen.

Genau. Wobei: Historia magistra vitae ist vielleicht nicht falsch, wie Seibt schreibt, aber man muss eben auch in die richtige Geschichte schauen. Und die war in diesem Fall nicht die eigene.

Verlagerung

US-Serie Weeds bekommen, ersten 4 Folgen gesehen. Quasi Vorbereitung für Flug nach San Francisco/Berkley nächste Woche, denn das spielt in der kalifornischen Suburb, in der eine Mutter von zwei Kids das Marihuana einer schwarzen Family verkauft, um ihren Lebensunterhalt nach Tod ihres Mannes zu verdienen. Außerdem der Serienhit in den USA 2005.

Was auf jeden Fall gleich auffällt: ziemlich präziser Einsatz von Musik. Quer zu diesem Punkt kommt ein Statement von Thomas Morr Musik, dessen Vertrieb Stücke an Grey’s Anatomy lizensiert, wie er neulich erzählt hat. Und dann noch The Album Leaf, auf das viele über The O.C. gestoßen sind. Vielleicht sind ja Serien sowas wie die neuen Musikvideo-Kanäle.

Stand Alone Title (Angst vor Arbeit)

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Während wir über das EU-Projekt Hobrechtsfelde vor Berlin mit Thermoskanne und Scones bewaffnet den kleinen Hund am Stock durch die Sonne gezogen haben, stand zwischen Rieselfeld1 und Rieselfeld2 plötzlich folgender Claim mit kurzem Gruß an Kierkegaard auf der Heide:

“Angst vor Arbeit”

Ein Supertitel, davon waren wir umgehend überzeugt. Haben wir jetzt auch hiermit, mit der Veröffentlichung, Titelschutz drauf. Nur: Was für ein Produkt das sein könnte, darüber waren wir uns noch nicht ganz schlüssig. Ein Pollesch-Stück? Ein Oskar-Roehler-Film? Einfach der Satz, den man gerade gar nicht sagen darf, weil sonst Job gekündigt und HartzIV gekürzt? Kunst? Roman? Nein, auf keinen Fall das, nicht Roman, das geht nach hinten los. Letzten Endes doch nur ein Stand Alone Title? Hm.

Ja genau. Hey, hey Internet: I’m back!
: )

Hallo Dilemma. (Feminismus 2007, Ideal und Realität)

lamsfus.jpgIch muss über Feminismus arbeiten und bin unschlüssig, wie darüber zu denken sei. Deshalb hier Brainstorming. Klar ist, dass so ein Eva-Hermann-zurück-zum-Herd-Schwachsinn die letzten Zuckungen einer fast toten Frauenrolle sind. Einer Rolle, die uns sicher noch einige Zeit lang begleiten und in die Quere kommen wird, die aber trotzdem seitlich liegen gelassen werden kann – im Grunde ist sie bereits schimmelig blassgrün und fällt löchrig auseinander und man will uns mit der nur ablenken, die Dinge verzögern. Sollte man nicht drauf reinfallen, es gibt wichtigeres.

In dem Moment, in dem das Raumschiff Feminismus landet – und das ist es, zumindest setzt es dazu an – tauchen bestimmte Probleme auf, denen man sich stellen muss. Aber stop halt, okay. Erstmal kurz umschauen und sich beglückwünschen.

Tatsächlich hat sich einiges in den letzten 15 Jahren getan. Die Welt ist besser geworden, nein wirklich. Danke auch PC, danke dafür, auch wenn du es ab und an ein wenig übertrieben hast. Danke dafür, dass du alle wachgerüttelt hast. Danke dafür, dass man nicht mehr mit guter Miene blöden Frauenwitzen zuhören muss. Und auch danke auch dafür, dass Frauen heute alleine an der Bar sitzen und in Ruhe vor sich hintrinken können, ohne dass alle denken, die will angesprochen werden. Danke, dass Zeitungen nicht mehr glauben, sie sprechen nur zu Männern und für alles andere gibt es Frauenmagazine. Danke, dass man erfolgreich arbeiten kann, ohne als seltsame Ausnahme stigmatisiert zu werden. Danke für mehr Normalität. Ist toll.

Aber die Arbeit ist noch nicht beendet. Der Feminismus muss eine Reihe von Dingen aufgeben. Eigentlich irgendwie seine Ideale, denn Frauen irgendwohin zu bringen, ist eine Frage von Gerechtigkeit. Wenn sie aber dort ankommen, sind sie nicht unbedingt gerechter. Problem.

Wenn jetzt alle rufen: Wir brauchen einen neuen Feminismus oder eine neue F-Klasse, dann spricht da ein seltsames Bedürfnis. Natürlich sind Frauen noch nicht angekommen – das sind wir nicht, wir führen zu wenig Banken, DAX notierte Unternehmen, Eisenbahnen, Computerläden, Plattenindustrien usw. (es fehlt eine Privatwirtschaftsquote, ist jawohl leider eindeutig). Der Ruf nach einem neuen Feminismus klingt aber eher etwas verzweifelt: Da ist man hungrig nach neuen schicken politischen Ideale. Tja, Pech gehabt, gibt es aber nicht. Stattdessen: Macht.

Auch ein Problem, weil nicht schön. Frauen kommen immer mehr an die Macht, dauert zwar, aber Royal, Hillary und Merkel zeigen, dass das zumindest in den offiziellen quotierten Bereichen immer besser geht. Frauen sitzen an Machthebeln, nur ist es da eben nicht funky. Macht bekommen will jeder, an der Macht zu sein, ist eher unangenehm, man steht unter Druck, wird bekriegt, muss für Dinge einstehen, die man nicht überblickt – kein Wunder, dass man als Manager entweder zunimmt, manisch Sport macht oder beginnt zu trinken. Also: Frauen an die Macht, klar mehr. Aber Spaß macht das da nicht.

Wenn ein Ziel des Feminismus ist, mehr Frauen an die Macht zu bringen, muss er auch offen beginnen zu sagen, dass es dort nicht unbedingt schön ist. Dilemma 2.0: Das Versprechen des Feminismus von mehr Macht ist kein Hauptgewinn, im Gegenteil. Vielleicht ist es mitunter sogar eine Bedrohung, weshalb viele Frauen auch kneifen oder einen Umweg machen – und das, Mädels, das geht natürlich nicht.

Es gibt also noch einiges zu holen, allerdings gibt es dafür keine schicken politischen Ideale mehr, mit denen man sich schmücken könnte. Willkommen im Gender Mainstreaming – und warum auch nicht: Feminismus ist die neue Norm. Beispielsweise eine, der man sich beugen muss, damit man sich international nicht blamiert. Deshalb eben: Willkommen im deutlich kühleren Licht der Realität. Hu.

PS: Das prima Bild oben ist übrigens von Ulrich Lamsfuß.

Re. Never mind the Nineties

Post-Rock kommt wieder, diesmal aber mit etwas mehr Gesang, denn der ist vom Folk übrig geblieben und mit dem mischt sich das – das behaupte ich jetzt mal so, weil das Wochenende voll davon war. Mich mit der Münchner Band Fonoda angefreundet, zu der bald mehr, die klingt angenehm unheimlich irgendwie und kommt im März auf Büro.
Dann viel The Album Leaf gehört, hat der beste Freund zum Essen mitgebracht, worauf ich festgestellt habe, dass Jimmy LaValle praktischer Weise nächste Woche nach Berlin kommt und am Mittwoch in der Maria spielt.

Verpasst habe ich dagegen Chris Garneau aus New York gestern im Schokoladen, schade eigentlich, schönes Video auch.
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Und was darf noch in die Lautsprecher? Sven Kacirek – The Palmin Sessions auf Pingipung, weil da Drum and Bass so nett auf Electronica trifft.

Donato Wharton, Body Isolations, auf City Centre Offices, wenn es mal anstrengendere Musik sein darf, was nicht ganz so oft der Fall ist, weil Leben schon anstrengend genug – diese aber schon. Macht ja viel für modernen Tanz und Theater und ist übrigens am 24.02. im Theater von Heidelberg zu sehen, am 09.03. dann im Theater in Freiburg. Sollte man sich ansehen.

Aber eigentlich fehlt es ein wenig an guter Musik, genauer braucht es mehr Pop in meinem Leben. Oder House. Jedenfalls irgendwas zum Arme hoch strecken oder mitsingen. Jemand einen Vorschlag? Das Umfeld wusste auch nichts. The Good, the Bad and the Queen auch eher so: naja, höre ich mal, vergesse ich dann aber auch wieder. (Scheint mir auch ein aktuelles Problem, ich meine jetzt allgemein so: Dinge sind heute nicht mehr falsch oder schlecht, sondern einfach nur noch uninteressant. Tja.) Liegt wohl am Winter, jetzt immerhin Schnee hier. Schön.

Nix Dialektik

Ich dachte ja, die betreiben vielleicht dialektisches Marketing, dort drüben bei Vanity Fair. Das ist dieser Trick, den man bei James Bond versucht hat: Erst lauter peinliche Sachen veröffentlichen, Bond-Schauspieler Craig hat Sonnenbrand, sich bei der Mutter verplappert, so’n weichlicher Kram, damit sich dann vor dem Hintergrund dieser lancierten Weichei-Peinlichkeiten die neue Bond-Figur hart abheben kann. Und Vanity Fair deshalb so: WM-Stimmung für ganz Deutschland ab sofort für immer, kündigende Redakteure, die kolportieren, da sollte nur gute Laune-Journalismus gemacht werden und ihr Ruf wäre in Gefahr, Neues Deutschland für die Mover und Shaker, all der ganze Unsinn und vor dem wäre ein halbwegs gutes Magazin dann ja hervorragend dagestanden. Jetzt aber, wie Spiegel-Online es auf den Punkt gebracht hat, das:

“So überleben Sie die Berlinale” verkünden fünf chaotische Puzzle-Seiten halbwitzig todernst, die wie ein Schnittmuster für Pappcollagen im Kunstunterricht der Sekundarstufe 1 daherkommen: Tipps und Gimmicks, Promifigürchen und Termine rund um das Filmfestival. Es fehlt nur noch die angeklebte Plastikschere zum Ausschneiden von George Clooney. Unvermeidlich: Das “Borchardt” als Hot Spot und “Konnopke” als beste Currywurst-Location in town. Ach ihr Mover und Shaker!

Hihi. Wenn nicht die Zeitung selbst, so macht doch immerhin das Lesen über Vanity Fair Spaß.

Re: Transmediale

Sieht so aus, als ob der User Generated Content auf der Transmediale das Beste gewesen ist. Also das Rumstehen am Rande der Ausstellung. Meint auch K. in ihrem guten Text.

Morden in Miami

Gerade fertig geguckt: Dexter. Festgestellt: Um zu sagen, ob eine Serie gut ist, muss man sich wirklich die Mühe machen, die ganze Staffel anzugucken. Diese hier zum Beispiel fand ich am Anfang erstmal eher “Nur für Jungs”. Soll heißen: Ganz okay, persönlich aber nicht so spannend, denn die Probleme, die da gewälzt werden, sind vor allem jungsmäßig: Serial-Killer leidet darunter, emotional nicht genug mit der Welt involviert zu sein, mitzudenken, und so weiter. Und immer nachzubessern, um zu tun, was man von ihm emotional erwartet. Dexter Morgan hat das typische Jungs-Klischee-Problem eben, gespielt von Michael C. Hall, den man aus Six Feet Under kennt und da bin ich auch nie so richtig reingekommen. Naja, trotzdem weitergeguckt, weil es gibt nämlich in der Serie noch Jennifer C. Carpenter aka Schwester von Serial Killer und da musste ich dann Fan werden von der. Und schließlich, ab Folge 8 wird es mit einem Male irgendwie richtig gut.

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