Mir gerade am Telefon mit T., der mir MySpace erklärt hat, klar geworden: Früher durfte man alles mögliche über eine Band sagen, nur nicht: “Die klingen wie … “. “Klingt wie” war immer eher schlecht, denn man war ja auf der Jagd nach dem eigenen Sound und, genau, Orginalität. Heute, in Zeiten von MySpace, Last.fm und Leute-die-diese-CD-gekauft-haben-haben-auch-Amazon ist alles ganz anders. “Klingt wie” ist jetzt nämlich die wichtigste Kategorie, um überhaupt gefunden zu werden. Finde ich ja faszinierend.
Ansonsten gibt es gerade eine Diskussion zum Status der Popkritik, hat man mir gesagt. Habe ich nachgeguckt. Selbst habe ich den Artikel von Diedrich Diederichsen in der taz erst überflogen, dabei aber umgehend schon mal festgestellt, dass ich Air immer ganz anders gehört habe. Viel französischer – ich glaube, ich mag Oberflächen, so prinzipiell eben. Darüber hinaus bin ich mir nicht ganz so sicher, ob es Sinn macht, eine Position so dermaßen aussen zum Kapitalismus zu suchen, wie DD es hier tut. Aber später mehr, vielleicht zumindest.

Nunja, der Faktor Ähnlichkeit war ja schon vor dem Ausruf des mit Versionsnummer versehenen Webs Gegenstand und eigentlich willkommene Möglichkeit, um auf neue Musik zu kommen. Stichwort Audiogalaxy.
Sprüche wie “… dann solltest du mal xyz hören” gab es auch schon damals. Vielleicht kann man die heutigen Vergleichskategorien mit viel Optimismus als ehrlichere Counterparts zu damaligen Umschreibungen sehen.
muss es nicht heißen: sinn ergibt? sachen MACHEN keinen sinn, sie haben einen, oder eben nicht, sie ergeben sinn…