Ich war gestern – quasi – mit Justin Timberlake aus. Kein Witz. Ich schwöre. Justin Timberlake war im 103, hatte ein dunkelblaues Trenchcoat an und hat – Überraschung – gut getanzt. Selbst als sich die Tanzfläche beim letzten Stück der Coconut Twins zu Nirvanas “Smells like Teenspirit” von einem New Rave Club in eine Abiparty verwandelt hat, wurde noch geschafft, gepflegt stilsicher zu bouncen. Und das muss erstmal jemand nachmachen.
War aber auch abgesehen davon großflächig super, der Abend. Hat wieder klargestellt, dass eklektische Zeiten den meisten Spaß bringen, zumindest wenn jemand mit der ganzen Überforderung, die das bedeutet, klar kommt. Und das können die: Kesh und Zezi sind mit Anfang 20 schon so stilsicher, dass sogar Leigh Bowery begeistert wäre. Gut, sie können nicht mixen, aber sie sind verdammt angezogen, legen extrem coole Sachen auf, basteln mit dem Modelalbel keshwear am letzten Londoner Schrei und bringen außerdem noch ein Magazin heraus, super/super eben.
Folglich stand man überall in einer Dusche voll eklektisch euphorisch vollgestopfter Überforderung. Hey, hey MySpaceGeneration, you rock. Dermaßen aufgeladen an guten Momenten konnte man sogar den wirklich schlechten wahlweise englischen oder deutschen Hiphop zwischendurch ertragen. Und ausharren. Weil dann kamen die Sick Girls. Und die können dazu auch noch mixen. Und sind aus Berlin. Und es stimmt offensichtlich: It’s the beat. Berlin kickt, beispielsweise an der Kante zum 1. Mai bei Khans Record-Release-Party im Roten Salon. Bis dahin mache ich mir mal Gedanken, was genau ich an dem ich Grime-Mode-Musik-Magazin-New-Rave-Ding eigentlich so super/super finde. Werde den Eindruck nicht los, dass viel damit zu tun hat, dass hier Musik mit modemachenden Menschen kurzgeschlossen wird. Scheint ganz gut zu sein, hat sich in der letzten Zeit öfter gezeigt.

Sick Girls in Action

Herr Timberlake ist doch grad’ im Trainingslager….
Klar, Eklektizismus rulez. Ich denke bereits über ein Zweitprojekt nach, den “eklektischen Reporter” :-)
Montag gehst Du übrigens online.
so war das!