Morgen hat unser Grundgesetz Geburtstag und anlässlich dessen fällt den Politikern ein: Für das Internet könnte eigentlich auch das Grundgesetz gelten. Bis zum Ende der Legislaturperiode, 2009 ist das allerdings erst, gelte es, ein Grundrechtkatalog für das Internet zu erfinden, sagen sie hier. Wobei die Parteien sich endlich mal wieder wohlerzogen benehmen: Die Linkeren rufen nach Freiheit, die Rechteren nach Ordnung. Tatsächlich braucht es das wahrscheinlich, ein Grundgesetz, auch wenn das ein Ende der Declaration of Independence of Cyberspace wäre. Aber Cyberspace, eh ein schlimmer Begriff, auf den man scheußliche Sachen projiziert hat. Und dieser seltsame Traum damals, von einer virtuellen unabhängigen Welt ist ja sowieso vorbei. Also Grundgesetz. Warum nicht.

öhm, seh nur ich das so, oder wollen die hier tatsächlich ein Grundrecht nur deshalb einführen, um es beschneiden/aushebeln zu können?
Touché. Ja, scheint mir auch irgendwie so.
wieder ein Gesetz und tonnenweise Regelungen, welches dann verfolgt und durchgesetzt werden muß.
Wo soll der Geltungsbereich aufhören ? (beim aufruf von Servern jenseits der Grenze, des nächsten Netzknotens.
—————————————————-
Ist nach meiner Meinung mal wieder nur eine Scheinlösung, nur um sich mit den Inhalten nicht auseinandersetzen zu müssen.
(neuester Einfall der politisch gern Korrekten die Einfühtung des großen “ß”, jeden Tag ein neuer schnulli.
Ja, ne. Doof. Ich bin ja eher so ein bürgerlicher Liberaler, der oft sagt, dass der Staat sich aus dem Leben seiner Bürger möglichst raushalten soll, und das gilt dann auch fürs Netz. Vor allem bei der Garde von Politikern, die gerade so unterwegs sind. Ich habe immer noch die Worte des Wirtschaftsministers im Kopf, der sich “wichtige Dinge aus dem Internet” vorlegen lässt.