Holm Friebe, Christian Rickens und ich diskutieren am Samstag um 16 Uhr im Berliner Radialsystem, was links so los sein könnte und wie man ein linkes Projekt anders entwerfen könnte. Und warum.
Wie Holm das so schön formuliert hat: Das 9to5.Wir nennen es Arbeit – Festival-Camp wird eine Branchenmesse für Menschen sein, die Branchenmessen aus guten Gründen meiden. Im Idealfall wird es eine Konferenz, die sich wie ein Ferienlager anfühlt und ein Festival, bei dem es um mehr geht als Tanzen, Trinken und Küssen (um das natürlich auch): Drei Tage als kollektive Auszeit zum gemeinsamen Nachdenken, ebenso als temporärer Freiraum zum gemeinsamen Arbeiten, Leben und Feiern. Es geht um eine praktische wie theoretische Annäherung an die Frage, welche Freiheit genau wir meinen. Wie eine neue Ebene der Kollektivität jenseits von Massenorganisationen aussehen könnte? Unklar. Ob es dazu den von Mercedes Bunz – durchaus in provokanter Absicht – ins Spiel gebrachten „linken Neoliberalismus” braucht, der mit Foucault gedacht werden muss? Vielleicht. Ob daraus eine brandneue soziale Bewegung wird? Wird man sehen müssen.
In jedem Fall gilt: Wir stehen dem Arbeitsmarkt so, wie er heute aussieht, nicht mehr zur Verfügung. Wir hauen alle ab! … zum Strand von 9to5. Der ist tagsüber übrigens umsonst und draußen – wir sind auf dem Sonnendeck.

Von Bayreuth nach Berlin, von den Festspielen zu 9to5. Irgend etwas wirkt da merkwürdig. Aber nur etwas.
Nanana – dürft ihr das so einfach – schon wieder in verderblicher Weise die progressiven Kräfte dieser Republik aufspalten? Wo wir doch jetzt ‘Die Linke’ als machtvolle Organisation aller Mühseligen und Beladenen haben – mit Oskar, dem größten Wirtschaftsberater aller Zeiten, vorne weg …
Hmmmm…..
Linker Neoliberalismus!
Pauvre Foucault!
Il n’a pas mérité cela!
Il faut être absolument operaiste en 2007!
Wird es Dein Statement (oder Input-Referat?) am Anfang des Vortrags schriftlich geben? So zum nachlesen und nachdenken?
das schriftliche statement würde mich auch interessieren. bitte copy paste!
bob
Natürlich braucht es links, aber weder in Form von Oskars Populismus noch eines linken Neoliberalismus. Foucault braucht es natürlich schon, vor allem aber mein Blog.
Die Aushilfe
Synthese – das ist die Perspektive auch für den Konflikt zwischen Arbeit contra Kapital, zwischen Arbeit und Muße. Und diese Synthese heißt aktuell: die ‘kreative Evolutionäre’ installieren die Weltordnung des Schöpferischen über den Globalisierungsprozess, der bislang von der Konfliktkämpfern der Kapitalinteressen beherrscht wird. Die ‘kreativen Evolutionäre’ suchen, finden und realisieren die evolutionsprozess-eigenen, kreativen, konfliktauflösenden Optionen für den Fortschrittsprozess. Die Konfliktkämpfer versuchen die aktuellen Konflikte in der Gesellschaft für ihre Märkte und Machtpositionen auszubeuten, d.h. die anderen für sich schuften zu lassen. Diese Möglichkeit zu beenden sind nur die KREATIVEN EVOLUTIONÄRE in der Lage. Sie stehen ante portas. Der Schreiber ist der Bundesvorsitzer der DIE KREATIVEN, 1. evolutionistische Partei der Welt, gegr. am 23.9.1985 in ERlangen. Die Weltrevolution unter die Herrschaft des Schöpferischen ist unser Programm. Wir kennen die Exodusoption aus der alten Tyrannei des Wachstumszwang-Regime und das Übergangsprojekt in die neue Weltordnung des Schöpferischen, das wir EPIKUR-Projekt nennen.
An die Stelle der Maximierung des globalen Kapitalstocks tritt die Maximierung der menschlichen Fähigkeiten hin auf ‘Heitere Erleuchtung für alle!’. Die evolutionsprozess-eigene Macht-Nr.1 ‘KREATIVITÄT’ wird nun auch im weltindustriellen Fortschrittsprozess zur Macht-Nr.1.
Das wirtschaftspolitische Instrument ist ein energie- und sachkapitalsteuerfinanziertes Grundeinkommen für Jedermann. Es tritt an die Stelle der von den Groß-Gewerkschaften erstrittenen Flächentariflohnerhöhungen. Der gesteuerte Preisanstieg für Fremdleistungen (= Energie und Sachkapitaleinsatz) durch dieses Grundeinkommen macht alle Menschen und Institutionen und Leistungssysteme erfinderisch/kreativ, denn er simuliert eine Verknappung und eine Not. Das ist der evolutionseigene Trick, verschwenderische Akzelerationssysteme wie das, was wir gemeinhin KAPITALISMUS (= Herrschaft der Kapitalstockmaximierer) nennen, wieder zu stürzen.
Die Träger dieser Umfinanzierungs- und Machtsystem-Revolution sind die Finanzmarkt-Spekulanten, die auf die Unaufhaltsamkeit dieses globalen Ordnungsübergangs spekulieren werden. Die Zinsen für risikofreie Kapitalanlagen (= Bundesanleihen) werden in den Promillebereich fallen. Den boomenden Energie- und High-Tech-Märkten geht es an die Wachstumsraten ….
Angela Merkel kennt diese evolutionsprozess-aktuelle Übergangsoption. Sie ist eine ORDOliberale. Sie weiß, dass die ‘Interdependenz der Ordnung’ die gesamte Ordnungshierarchie des Evolutionsprozesses umfassen muß, d.h. an der Evolutionsmacht-Nr.1 mit dem Namen KREATIVITÄT festgemacht werden muß. Sie hat die Gorbatschow-Rolle im Blick.
Obige Information wurde durch die Dramatik der Finanzsystemkrise sehr aktuell.
Die US-amerikanischen Investmentbanker und Staats- und Kapitalkreise haben uns die Arbeit abgenommen, den Aktiencrash zu verursachen.
Wir KREATIVEN EVOLUTIONÄRE können jetzt in die Szene eintreten, und sie revolutionär vollenden, ohne dass wir dafür verantwortlich gemacht werden können, die Billionen aus Wertpapier- Zertifikatendebots verblasen zu haben.
Wer auf unserer Website ‘www.die-kreativen-partei.de’ den Text zur ‘Finanzsystemkrise’ liest, weiß über die Lage bescheid.