Wir streiten uns: Gehört es eigentlich zum guten Ton, vor dem Daten jemanden zu googlen? Finde: Ja. Wenn man sich interessiert, sollte man schon über das Gegenüber was wissen wollen. Sonst schummelt man und sollte es gleich lassen. Besser für alle. Miss K. dagegen meint, man könnte Menschen auch mal selbst kennen lernen. Okay, naja. Auch richtig. Your real ego vs. the online profile. Hm. Also?

Natürlich googelt man. Alles andere ist falsch verstandende 20-te-Jahrhundert-Sentimantalität (oder gar 19-tes?). Und ein Date auf sentimentaler Basis aufzubauen, ist eher unsexy.
Sehr interessante Frage. Ich persönlich halte es so, dass ich mich meist im Nachhinein über die Personen, die ich irgendwo getroffen habe, zu informieren versuche. Nicht krampfhaft, aber wenn jemand unter seinem Namen im Internet zu finden ist, wird es ja auch wissen und damit rechnen dürfen.
Vor dem Daten jemanden auszugoogeln finde ich auch irgendwo problematisch, denn nicht alles, was über jemanden im Internet zu finden ist, entspricht der Wahrheit, das mussten ja schon mehr als nur eine Handvoll Menschen erfahren. In diesem Zusammenhang bin ich dann auch lieber unbefangen und lasse mich gegebenenfalls einfach auch negativ überraschen, wenn ich jemanden treffe.
Also ich bin dafür, sogar das Blog der-/desjenigen zu lesen :) Grüße … auf bald!
ein thema dieser zeit. vielleicht interessant, vielleicht schon bekannt: http://www.amazon.de/dating-21-Liebesorganisation-Verabredungskulturen-Kultur-Medientheorie/dp/3899426118
Netzbekanntschaften ergoogelt man, bei Reallifeleuten lässt man es bzw. es kommt vielleicht später. Bei letzteren ist auch nicht gesagt, dass es überhaupt Suchergebnisse gibt. Es gibt sehr viele Leute ohne Suchmaschineneintrag oder mit Einträgen anderer Personen mit selben Namen.
So wie JPK es sagt: Hinterher googlen ist eigentlich cooler. Sonst ist man beim Date die ganze Zeit darauf konzentriert, die RL-Äußerungen gegen die ergoogelte (Schein-)Wirklichkeit gegenzuchecken.
Viel interessanter die Frage: Würde man beim Date zugeben, dass man vorher gegoogelt hat? Das kann ein schönes Thema sein, andererseits aber auch peinlich.
und wie wäre es – obacht, revolutionärer vorschlag – wenn man niemanden datet? daten, schlimmes wort übrigens. klingt nach datieren. das war die niete vom 25.9. etc. dieser drang nach dem paarsein, nicht mehr allein sein, endlich einen mann mit bohrmaschien zu haben, der das stümperhafte düstere aquarell an die wand bringt, das man in der allein-phase getuscht hat … ich gehe lieber zur magenspiegelung und lese dabei ein gutes buch. wer noch mehr argumente gegen “daten” braucht, dem empfehle ich den besuch in einem schwulen chatroom. dort sind alle blond, mit eightpack und halbem meter schwanz (geschnitten? am stück?) gesegnet und finden kondome voll 80er. cool, was?
cheers!
hihi. cheers!
daten ist so was wie eine demo-version, oder?
genau. demoversion. absolument touché.
Und vorher googlen ist dann der Versuch, die Demo mit ‘nem Keygenerator freizuschalten, anstatt mühevoll zu bezahlen. ;)
An der Stelle fällt mir nur ein, was das girl with a one-track mind unlängst über Dates mit Männern geschrieben hat, die ihr Blog lesen.
Zudem: Wer etwas Optimierung der eigenen Internet-Identität betreibt, kommt da vielleicht viel zu gut weg. Oder eben anders rum. Ich würde niemals auf die Idee kommen, aus den Infos die ich im Netz über jemanden finde auf dessen Persönlichkeit zu schließen. Und wenn ich mich mit interessanten Menschen des anderen Geschlechts treffe und anbandle (japp, kann dem “Dating” auch nichts abgewinnen), dann interessiert mich meist doch eher der Mensch aus Fleisch und Blut. Aber vielleicht bin ich da auch old-fashioned. Jedenfalls google ich erst nach ein paar Treffen.
googeln in den fragen tödlich, sofort
gar nicht erst dran denken – no tracks, nothing
(gilt natürlich ebenso ausserhalb von web)
nur erlaubt, was damit nichts zu tun hat, klare definition Punkt.
vor treffen mit mann dessen namen gegoogelt
ergebnisse behaupten er sei ein virtuoser programierer, ein hacker geradezu, sofort vorschusslorbeeren weil geheimnisumwittert, denn diesen teil seines lebens hatte er bis dahin nicht angedeutet – sofort noch viel toller gefunden, wegen sexy understatement
musste alles revidiert werden, war nur namensgleichheit…
Folgt dann daraus als Konsequenz, dass man niemanden mehr daten kann, der “Hans Meier” heißt, weil man dann vorher nichts über ihn ergoogeln kann ;-)? Dann will mich ja keiner mehr…
Undatebar (Definition natürlich). Theoretisch siegte die Neugier.
nö, googeln ist doof. L hatte mich “natürlich” gegoogelt, ich sie nicht, haben wir irgendwann festgestellt – und gelacht und uns dann gemeinsam gegoogelt …
mich interessiert doch nicht, ob mein “date” irgenwo artikel geschrieben oder vorträge gehalten hat oder was auch immer. mich interessiert vielleicht, wie sie darüber erzählt, wenn sie darüber erzählt.