Es geht los mit dem schönen Satz da unten, Tolstoj, Anna Karenina. Ein Buch, das mir die Freundin mit dem guten Geschmack verpasst hat, weil Jeff Noon, den ich sonst lese, immer wieder, ja viel zu langsam schreibt. Und irgendwie gut, ein ebenso präziser wie unterhaltsamer Blick auf die Upper-Class der russischen Gesellschaft am Rande der Revolution, also Austern, Champagner, Schlittschuhe und die zarten Anfänge des Kommunismus.
Nun gut, das ist wohl nicht weiter erstaunlich. Aber sich daran zu erinnern, dass man mal Gefühle von Gesichtsausdrücken und nicht von SMS-Sätzen abgelesen hat, das schon. Allerdings durchaus mit ähnlichen Ergebnissen wie heute: “Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.”


aber ist das wirklich nicht gar beides:
“Klagen auf hohem Niveau ?”
Könnte man auch umgekehrt sehen: Das Unglück in Familien/Beziehungen hat oft ähnliche Ursachen, während um Glück jeder den eigenen Königsweg finden muss, Upper class oder Kommunismus hin oder her…