Warum Kreativität heute verdächtigt werden muss

Neulich mal verschiedene Stränge locker zusammen geknotet, die den Begriff der Kreativität heute so stechend durchziehen wie die Spiegelkanten den Raum in der Arbeit von Olafur Eliasson. Jetzt ist aus dem Vortrag dank der Arbeit von Nina Meinhold so etwas wie ein Text geworden. CopyPasteProfile: Neue Technologien, Freelancing, Selbstvermarktung, Massenverwertung und Kreativität.

3 Responses to “Warum Kreativität heute verdächtigt werden muss”


  1. 1 mediumflow

    Spannende Frage. Und wichtig, sie neu zu denken.

    BTW: Kennst Du Kreativität. Eine Rückrufaktion?

    Könnte ergiebig sein…

  2. 2 Christiane

    Hat mir anfangs gefallen, dann fand ich aber, dass zu viele Themen angerissen wurden. Empfand ich nicht wirklich als rund.

  3. 3 Steffi

    Hallo erst einmal danke für dieses intelligente Blog, hilft mir über so manchen Durstphase am Schreibtisch hinweg und macht die Prokrastination produktiv.

    Ich habe grad mit interesse deinen vortrag gelesen. du sagst, dass Formen kreativer Arbeit durch den computer am arbeitsplatz zunehmen.

    auf was beziehst du dich genau, wenn du von kreativität sprichst? gehst du da von dem florida-begriff aus, also kreativität als “fähigkeit neue bedeutungsvolle formen zu erschaffen” (so ungefähr formuliert der das ja)? oder hast du da eine definition? (soll jetzt keine verkorkste akademikerfrage sein, sondern interessiert mich wirklich wie du das definieren würdest).

    weil formen kreativer arbeit nehmen duch das werkzeug computer ja nicht per se zu (finde ich). wenn man diesen kreativitätsbegriff von dem florida nimmt, dann gehören zu dieser fähigkeit kreativ zu sein, ja auch gewisse soziale kompetenzen, wie so eine art subversivität, der sagt immer “creativity is an act of rebellion”. der computer macht sicherlich vieles einfacher, aber ist der hauptpunkt nicht, dass man mit dem comupter halt sachen machen kann, die vorher viel zu lästig (gute flyer basteln), ewig gedauert (buch schreiben), zu teuer (eigene dunkelkammer) waren? klar erscheint das in der masse erst einmal so, als ob plötzlich ganz viele verschlafene kreative plötzlich ganz produktiv werden. aber wird sich da nicht früher oder später wieder die spreu vom weizen trennen (meine das nicht so elitär wies klingt) und die innovativen (scheißwort aber mir fällt jetzt kein besseres ein) …die, die wirklich neues schaffen, im sinne von nicht dagewesenem, ideen produzieren, die als idee auch nachhaltig (so wie das rad) genutzt werden können, also reproduziert, umgewandelt usw. werden können, wie es “echte” kreative ideen tun?

    mit “echt” mein ich solcheideen, wie z.b. das rad, oder psychoanalyse als verständnismodell, das selbst unsere alltagsgespräche komplett durchdringt. vielleicht beißt sich mein hund auch grad selbst in den schwanz, aber die frage, was kreativität eigentlich ist, und was dieser begriff für unsere zeit bedeutet, ist (finde ich) immer noch total schwammig und überhaupt nicht greifbar.

    so, fertig getextet. ich schau weiter turmspringen und hoffe auf antwort.

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