Zugehört, weit vorne

But the task is never easy. True partnership and true progress requires constant work and sustained sacrifice. They require sharing the burdens of development and diplomacy; of progress and peace. They require allies who will listen to each other, learn from each other and, most of all, trust each other.
[Barack Obama, A World that stands as One]

Hm, hört sich irgendwie an wie ein Beziehungsratgeber. Egal. Trotzdem gefunden: Irgendwie sind Pathos, Utopie und Visionen manchmal auch ganz gut. Fehlt hier. Und vor Ort war es weit weniger ein Popstar-Event, als es in den Medien herüberkam.

4 Responses to “Zugehört, weit vorne”


  1. 1 Herr K.

    Wenn Politik bilateral funktionieren sollte wie eine Gute Ehe, dann ist ein Beziehungsratgeber vielleicht genau das, was gebraucht wird.

  2. 2 pit

    obama als so eine art linksneoliberaler wall-mart.. alles dabei und dazu spottbillig und super durchorganisiert. es fehlt eine klare vision und einen focus auf sinnvolle kombinationen die nicht nur PR maessig gut rueberkommen. so kam der gute gerade aus israel nach berlin, und hat das nicht annaehernd zu nutzen gewusst. dabei wurde auf das wort “genocide” erwartungsvoll geklatscht.. stattdessen priester pathos und abgedroschene mauer metaphern. wird trotzdem als dokument der etablierten mittelmaessigkeit in die geschichte eingehen.

  3. 3 micha

    die rede selbst, kam auch in den medien, also im fernsehen, nicht als popstar-event herüber. empfand ich zumindest nicht so. vor- und nachbetrachtungen, interviews mit auserwählten in der menge machen sie zu dem. darauf habe ich vorsichtshalber verzichtet und auch die gedruckte presse nicht verfolgt.

    obama ist zweifellos ein talentierter redner aber der sinn dieser welttournee erschließt sich mir nicht ganz, wenn am ende mccain kanzler, ahm, weltmachthaber sein könnte oder darf der deutsche fan sich jetzt als wähler registrieren lassen?

  4. 4 Das oppahafte Orakel

    Nicht, ich war auch da,

    ich sah, auch vermutlich Sie, und dachte, eine nahe und greifbare Politik und prophezeite leise den öffentlichen Knick, den Obama zu meiner Überraschung zudem noch mal in London streute.

    Aus der klassizisitischen Dramaturgie kenne ich: Retardierung:

    In der Komödie bezeichnet das retardierende Moment (4. Akt) ein Ereignis, das das sich scheinbar in greifbarer Nähe befindliche glückliche Ende hinauszögert. Es ist eine Szene im Handlungsverlauf eines Dramas, die die Höhepunktentscheidung hinauszögert, indem sie das Eintreten des Gegenteils des Erwarteten noch einmal wahrscheinlich macht.

    Dann hebelt Obama langsam Hillary aus. Es ist der unterhaltsamste Wahlkampf seit langem, und über Obamas Auslandsreisemotive, sein Kalkül im Umgang mit Regionen, so bald zu schreiben, bringt vermutlich nichts.

    Genau. Idealismus und Utopismus. Wie Liebe. Geistige Unsterblichkeit.

    Herzlich.

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