Draußen Sonne, drinnen Arbeit, stapelweise. Das Leben hat sich in ein Batch Processing verwandelt und ich mich in einen kleinen Computer, der Reih um seine Aufgaben erledigt, inklusive Sozialkontakte. Uh. Gut, ich funktioniere. Manchmal ist es ja auch schön, die Maschinen bis zum Anschlag hochzufahren. Aber langsam denke selbst ich mir: Nicht gut. Deshalb vorgenommen, am Wochenende wenigsten eine Stunde Sonnenstrahl abzubekommen. Task: Raus aus dem Haus, hin vors Cafe. Und dann? Entspannung? Niente. Unruhig die ganze Zeit überlegt, wie man der Bedienung helfen könnte, um den Laden effektiver zu organisieren. Am liebsten hingegangen und etwas gesagt. Gerade noch zurückgehalten. Hilflosig gefühlt, weil man nicht eingreifen kann, sondern warten muss. Warten! Den Kopf über mich geschüttelt. Beschlossen: Ich glaube, ich muss mal raus.

Spiegel meines Sonntages … Ist das jetzt auch wieder so ‘n Generationen-Ding?
Und eigentlich ist es – in gewisser Weise – doch Quatsch alles: Es wird immer noch mehr zu tun geben, unendlich viel sogar, aber man hat halt selbst nur eine endliche Lebenszeit. Simple Mathematik – es ist nicht zu schaffen!
Moderne Don Quijotes sind wir.
Ja, ja. Ja.
Äh, welche Generation bist du? Oder fragen wir so: Welche bin ich eigentlich? Ach ja, stimmt, Golf glaube ich.
Obwohl. Hat das nicht weniger was mit Generation als mit Arbeitsplatz bzw. der Art und Weise des Arbeitsplatzes zu tun? Also bei mir ist das so: Ich sitze am Flaschenhals der Organisation. Uh. Entscheidungen müssen an mir vorbei, wenn die woanders vorbeigehen, sollte ich mir ernsthaft Sorgen machen.
Und wenn die an mir vorbei gehen, dann ist das zwar nicht besonders aufregend, das Wort Entscheidung tut ja eigentlich immer ein wenig gewalttätig, sind die aber gar nicht. Das sind nur viele: Eine kleine Entscheidung hier, eine da, die kommen im fünf bis zehn Minutentakt. Am Ende des Tages ist mein Kopf für neue Thematik zu betoniert, da geht gar nichts mehr. Überall muss man den ganzen Tat was sagen, also ja, nein, keine Ahnung, warte mal, wie ist meine Meinung hier eigentlich und so weiter. Don Quijotes ist gut.
Ich muss die mal abstellen. Mal weg. Habe auch schon einen Plan. Los Angeles.
Jahrgang ’77 – ist vielleicht nicht mehr ganz Golf, keine Ahnung. Aber ich bin jetzt gerade auch zu Faul, um nachzuschauen, wie und wo genau ›offiziell‹ Generationengrenzen verlaufen …
L.A. klingt nach einem vernünftigen Plan!
ich find ja schon ’sozialkontakte’ liest sich ziemlich schrecklich an… auch hat das lebendige leben doch nichts mit ‘tasks’ zu tun? nee da bin ich froh taeglich meinen mittagsschlaf halten zu koennen: wirklich!
vielleicht irgendwohin fahren ohne rechner? nur schlafen, essen, spazierengehen. ein paar bewegungsbäder dazwischen. nee, war nur spaß..
english please ~