Opiatsucht in den USA – Droht uns in Deutschland eine ähnliche Suchtwelle?

Opiatsucht in den USA – Droht uns in Deutschland eine ähnliche Suchtwelle?

Die Vereinigten Staaten erleben eine Drogenwelle gigantischen Ausmaßes. Primäre Verursacher sind nicht so sehr Heroin, Kokain, Crack und andere illegale harte Drogen, sondern Arzneimittel. Konkret handelt es sich um verschreibungspflichtige Schmerzmittel mit einem besonderen Wirkansatz direkt im Gehirn. Diese Gruppe von Schmerzmitteln dämpft im Gehirn Entstehung und Weiterleitung von Schmerzempfinden.

Vorteil dieser Wirkweise ist die starke und schnelle schmerzstillende Wirkung. Nachteil ist das hohe Abhängigkeitspotential dieser Substanzgruppe, das nur durch enge ärztliche Betreuung und Beachtung strikter Einnahmeregeln kontrolliert werden kann. Deshalb sind die Mittel in Deutschland alle verschreibungspflichtig und unterliegen größtenteils dem Betäubungsmittelgesetz, um sicher zu stellen, dass sie immer unter Kontrolle von Arzt und Apotheker bleiben. Zur dieser Arzneimittelgruppe, sie wird auch wegen ihrer Abstammung vom Opium und ihrer speziellen Wirkweise als Opioid(Opiat)-Schmerzmittel bezeichnet, gehören direkte Abkömmlinge des Morphiums, genau wie synthetische und halbsynthetische Derivate.

Bekannt sind Oxicodon, Fentanyl, und Morphium, sowie das nicht dem Betäubungsmittel unterliegende Tramadol.

Lockere Opioid-Verordnungen als Ausgangspunkt der Suchtwelle in den USA

Wo liegt das Problem mit dieser Arzneimittelgruppe und was hat den amerikanischen Präsidenten Donald Trump bewogen, wegen ihr den nationalen Gesundheitsnotstand auszurufen? Dazu müssen wir einen Blick in die amerikanische Provinz werfen. Dort in den Kleinstädten des mittleren Westens ist genau nachzuverfolgen, wie es zu der Katastrophe kam. Am Anfang standen Opioid-Schmerzmittel wie Oxycodon, die von Ärzten zur Behandlung von Schmerzen nach Operationen verschrieben wurden. Später auch für andere weniger schwerwiegende Schmerzzustände, da viele glaubten, dass von diesen Substanzen nur ein geringes Suchtrisiko ausgehen würde. Eine tödliche Fehleinschätzung.

Einmal süchtig geworden, verlangten die Abhängigen nach mehr und stiegen auf billigeres Heroin oder stärkere synthetische Mittel wie Fentanyl um. So nahm die Suchtwelle ihren Ausgang und schwappte auf das ganze Land über. Heute beklagen die USA etwa 52.000 Drogentote jährlich. Viele davon, weil sie zu Beginn ihrer Drogenkarriere von einem Arzt Opioid-Schmerzmittel gegen Schmerzen verordnet bekommen hatten.

Verantwortungsvolle Verschreibungen von Opioiden reduzieren Suchtgefahr

Kann uns so etwas auch in Deutschland drohen? Betrachtet man die reinen Zahlen, so geben diese zunächst Entwarnung. Die Zahl der Drogentoten ist in den USA etwa 40mal so hoch wie in Deutschland. Aber wirklich beruhigen kann nach Ansicht einiger Experten diese Zahl nicht. Denn auch in Deutschland steigt die Zahl der Verschreibungen von Opioid-Schmerzmitteln. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, denn mit diesen Mitteln können Schmerzpatienten tatsächlich besser versorgt werden.

Daran hat es in Deutschland aus Angst vor den Suchtgefahren in der Vergangenheit durchaus gemangelt. Auch die Spielsucht wird nur halbherzig bekämpft bemängelt das Echtgeld Casino Magazin casino24. Achten Sie bei der Casinoauswahl auf ein seriöses online Casino.

Gefahr würde allerdings drohen, wenn wie in den USA die strenge Indikationsstellung bei der Verordnung von Opioiden nicht mehr beachtet würde und diese Mittel zunehmend auch bei leichteren Schmerzzuständen verordnet werden würden. Dem kann eine Aufklärungskampagne bei Schmerzpatienten und Ärzten entgegenwirken und sicherstellen, dass es in Deutschland bei der überwiegend verantwortungsvollen Verordnungspraxis von Opioiden bleibt.

Fazit: Starke Schmerzmittel vom Opioid-Typ haben unter der Kontrolle von Arzt und Apotheker ihren Platz in der Schmerztherapie. Eine Opiod Suchtwelle wie in den USA droht uns nur, wenn die restriktive Verschreibungsweise aufgegeben wird.

Verstopfte Ohren – Was tun? Tipps wie man Ohren richtig reinigen sollte

Es juckt, es nässt und es riecht unangenehm – die Rede ist hier von Cerumen, besser im Volksmund als Ohrenschmalz bekannt. Ohrenschmalz ist trotz des Ekels, welchen viele Menschen beim Anblick von Cerumen empfinden, für das Ohr ein wichtiger Schutz.

Durch das gelbe bis bräunliche Fett wird das Ohr von Staubpartikeln und Schmutz gereinigt sowie gesalbt, sodass die natürliche Hautschutzbarriere erhalten bleibt und krankhafte Keime keine Chance haben, sich im Ohr dauerhaft anzusiedeln. Bleibt die natürliche Schutzschicht aus, können Entzündungen und starke Ohrenschmerzen entstehen.

Wo wird Cerumen eigentlich gebildet?

Der Ohrenschmalz wird in den Glandulae ceruminosae, den sogenannten Ohrenschmalzdrüsen des äußeren Gehörgangs gebildet Sie sind nichts weiter als abgewandelte Schweißdrüsen.

Wie merke ich, dass mein Ohr verstopft ist?

Ein Ohr, das von Ohrenschmalz verstopft ist, kann die akustischen Signale nicht mehr eindeutig empfangen. Dies bedeutet, dass betroffene Personen nicht mehr gut hören können. Die Hörleistung nimmt also ab. Zudem kann es sein, dass es im Ohr zu quietschenden bis raschelnden Geräuschen kommt. Juckreiz tritt in vielen Fällen stark auf, sodass häufig fälschlicherweise versucht wird, mit einem Wattestäbchen Abhilfe zu schaffen.

Was kann man bei verstopften Ohren zu Hause tun?

Auf jeden Fall sollte auf ein Wattestäbchen verzichtet werden. Auch wenn es für viele Menschen eine Wohltat sein sollte, sich im Ohr damit herumzustochern, ist es für das Ohr alles andere als ein Genuss. Das Ohr ist von einer empfindlichen Hautschicht umhüllt, die auch bei kleinsten Kratzern Entzündungen hervorrufen kann. Daher also Finger weg von Wattestäbchen! Viel besser und auch der richtige Weg ist das Spülen des Ohres. Dabei einfach unter der Dusche mit der Brause für ein bis zwei Minuten lauwarmes Wasser in das Ohr laufen lassen.

Achtung: Schwindelgefahr! Dabei darauf achten, dass das zu reinigende Ohr mit der freien Hand leicht nach oben gezogen wird, um den Gehörgang frei zu machen. In der Praxis würde es so aussehen, dass die rechte Hand das linke Ohr greift und die linke Hand das rechte Ohr. Dabei mit dem Arm über den Kopf gehen und diesen dann mit dem Ohr Richtung Decke neigen. In der Praxis greift also die linke Hand das rechte Ohr und der Kopf kippt nach links. Mit der rechten Hand mit der Brause lauwarmes Wasser ins Ohr spülen. Danach abtrocknen und gegebenenfalls das Ohr auf geringster Stufe föhnen. Auf Mittel wie ohrenreinigende Sprays kann und sollte auch verzichtet werden.

Wann muss ich zum HNO-Arzt?

Der Gang zum HNO-Arzt ist dann unerlässlich, wenn ein Cerumenpfropf besteht. Dies ist Ohrenschmalz, das vor allem durch Überproduktion gebildet wird. Es blockiert in der Regel den Gehörgang massiv, sodass die Betroffenen kaum noch etwas verstehen können. Ein Pfropf ist an sich nichts Schlimmes, muss aber durch seine Härte zumeist durch einen HNO-Arzt mittels Spülung, eines Ohrlöffels oder durch Absaugen entfernt werden.

Kann ich Ohrenschmalz mit Wattestäbchen entfernen?
Nein. Ohrenschmalz lässt sich nur schwer mit Wattestäbchen entfernen. Zudem besteht immer eine Verletzungsgefahr der Hautschichten und eine Blockierung des Gehörgangs durch Cerumen. Durch das Wattestäbchen wird der Ohrenschmalz immer weiter in das Ohr geschoben, wo er dann beim Duschen oder Baden aufquellen kann. Dies führt zur beschriebenen Schwerhörigkeit.

Was ist Schnarchen?

Schnarchen ist das heisere oder harsche Geräusch, das entsteht, wenn die Luft an entspannten Geweben in Ihrem Hals vorbeiströmt und das Gewebe beim Atmen in Schwingungen versetzt. Fast jeder schnarcht hin und wieder, aber für manche Menschen kann es ein chronisches Problem sein. Manchmal kann es auch ein Hinweis auf einen ernsthaften Gesundheitszustand sein. Darüber hinaus kann Schnarchen für Ihren Partner eine Belästigung darstellen.

Veränderungen im Lebensstil, wie z.B. Gewichtsverlust, Vermeiden von Alkohol in der Nähe des Schlafs oder Schlafen auf der Seite, können helfen, das Schnarchen zu beenden.

Darüber hinaus stehen medizinische Geräte und chirurgische Eingriffe zur Verfügung, die das störende Schnarchen reduzieren können. Diese sind jedoch nicht für jeden Schnarcher geeignet oder notwendig.

Symptome

Schnarchen wird oft mit einer Schlafstörung namens obstruktive Schlafapnoe (OSA) in Verbindung gebracht. Nicht alle Schnarcher haben OSA, aber wenn das Schnarchen von einem der folgenden Symptome begleitet wird, kann es ein Hinweis darauf sein, einen Arzt aufzusuchen, um die OSA weiter zu untersuchen:

  • Bezeugte Atempausen während des Schlafs
  • Übermäßige Tagesmüdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Morgendliche Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen beim Erwachen
  • Unruhiger Schlaf
  • Keuchen oder Ersticken in der Nacht
  • Hoher Blutdruck
  • Brustschmerzen in der Nacht

Ihr Schnarchen ist so laut, dass es den Schlaf Ihres Partners stört.

Bei Kindern, schlechte Aufmerksamkeitsspanne, Verhaltensprobleme oder schlechte Leistungen in der Schule
Die OSA ist oft durch lautes Schnarchen gekennzeichnet, gefolgt von Phasen der Stille, wenn die Atmung stoppt oder fast stoppt. Letztendlich kann diese Verringerung oder Pause beim Atmen ein Signal zum Aufwachen sein, und Sie können mit einem lauten Schnauben oder Keuchen aufwachen.

Möglicherweise schlafen Sie aufgrund des gestörten Schlafs leicht ein. Dieses Muster von Atempausen kann sich während der Nacht viele Male wiederholen.

Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe erleben in der Regel Phasen, in denen die Atmung während jeder Schlafstunde mindestens fünfmal verlangsamt oder angehalten wird.

Wann ist ein Arzt aufzusuchen?

Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie eines der oben genannten Symptome haben. Diese können darauf hindeuten, dass Ihr Schnarchen mit einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) verbunden ist.

Wenn Ihr Kind schnarcht, fragen Sie Ihren Kinderarzt danach. Auch Kinder können OSA haben. Nasen- und Rachenprobleme – wie etwa vergrößerte Mandeln – und Übergewicht.

Was hilft gegen Schnarchen

Atmen Sie dennoch weiter (unbewusst) durch den Mund, obwohl die Nase frei ist, dann ist ein Anti-Schnarch Mundstück bzw. eine Mundvorhofplatte die richtige Wahl. Aber auch Anti -Schnarchmasken können helfen.

 

Schützt ein Mundschutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus?

Weltweit schürt der erstmalig in China aufgetretene Coronavirus Angst. Weltweit breitet sich SARS-CoV-2 rasant aus. Aufgrund der Ausbrüche im Iran, in Südkorea, Italien und Deutschland hält die WHO eine Pandemie für möglich. Der Coronavirus verursacht die schwere Lungenerkrankung Covid-19, die SARS sehr ähnlich ist. Die Ansteckung erfolgt per Tröpfchen- und Schmierinfektion. Ebenso schnell, wie sich das Virus verbreitet, ändern sich die Informationen bezüglich SARS-CoV-2. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema, ob ein Mundschutz ausreichend Schutz vor dem Coronavirus bietet und wie man sich sonst schützen kann.

Bietet ein Mundschutz Schutz vor Ansteckung mit Coronaviren?

Nicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch in Fußgängerzonen tragen immer mehr Menschen derzeit einen Mundschutz. Ob das Tragen eines einfachen Mundschutzes eine Schutzfunktion bietet, ist umstritten. Bisher vorliegende Studien liefern kein eindeutiges Ergebnis. Bei Masken, die von Ärzten während einer Operation getragen werden, kann die Luft an den Seiten vorbeiströmen.

Worauf muss man beim Tragen von einem Mundschutz achten, damit man geschützt ist?

Damit eine Atemmaske effektiven Schutz bietet, muss sie Mund und Nase bedecken und eng anliegen. Einen optimierten Schutz bieten laut Studien, die während der SARS-Epedemie durchgeführt wurden, sogenannte FFP3-Masken. Bei diesen Masken handelt es sich um die normalen Masken, sondern um sogenannte Feinpartikelmasken. Diese sind für stundenlanges Tragen im Alltag ungeeignet. Sie durchfeuchten bereits nach circa 20 bis 30 Minuten und bieten den perfekten Nährboden für Keime, wenn Sie nicht dauernd gewechselt werden.

Bei den Masken, die hierzulande in Apotheken verkauft werden, handelt es sich meistens um Produkte, die aus dünnem, weißen Papier gefertigt sind. Die meisten Produkte sind identisch mit denen, die vom medizinischen Personal in Krankenhäusern bei OPs getragen werden.

Welche Typen Mundschutzmasken gibt es?

Mundschutze sind als Halb- und Ganzmasken erhältlich. Ganzmasken werden unter anderem vom Militär und der Feuerwehr eingesetzt. Im Bereich Medizin werden nahezu keine Ganzmasken eingesetzt. Es gibt zudem Mundschutze für Kinder und für Brillenträger.

Das Gesetz definiert, welche Voraussetzungen ein Mundschutz erfüllen muss. Entscheidend ist der europäische Standard DIN EN 149. Dieser Standard unterscheidet drei unterschiedliche Schutzklassen. In welche Schutzklasse ein Mundschutz eingestuft wird, ist davon abhängig, wie durchlässig das Produkt gegenüber Partikeln in der Größenordnung von Viren und Bakterien ist. Folgende drei Schutzklassen werden unterschieden:

  • FFP1
  • FFP2
  • FFP3

FFP1 Atemschutzmasken

Mundschutze aus dieser Schutzklasse bieten zu 80 Prozent Schutz vor nicht giftigen Partikeln. Diese Stäube sind nicht gesundheitsgefährdend, können allerdings die Atemwege reizen. Sie werden beispielsweise auf Baustellen getragen.

FFP2 Atemschutzmasken

Ein Mundschutz dieser Schutzklasse bietet Schutz vor flüssigen und festen, giftigem Rauch und Stäuben. Gefiltert werden auch erbgutverändernde und gesundheitsschädliche Stoffe.

FFP3 Atemschutzmasken

Diese Mundschutze filtern Pilzsporen, Bakterien, Viren, radioaktive und krebserregende Stoffe sowie gesundheitsschädlichen, giftigen Rauch. Sie werden in der Chemieindustrie eingesetzt. Der Umgang mit diesen Masken muss allerdings gelernt sein.

Wie sinnvoll ist es, einen Mundschutz zu tragen?

Durch das Tragen von einem einfachen Krankenhausmundschutz Schutzklasse ohne Schutzklasse zwei positive Ergebnisse erzielt werden: Beim Sprechen, Niesen oder Husten versprühte Speicheltröpfchen bleiben mehrheitlich in der Maske hängen. Erkältete Personen, die einen Mundschutz tragen, verhindern, dass Ihre Umgebung mit Keimen und Erregern belastet wird. Das Tragen von einem Mundschutz kann zudem das persönliche Hygieneverhalten positiv beeinflussen, weil der Mundschutz ein unbewusstes Berühren des Gesichtes mit verunreinigten Händen und dadurch eine Schmierinfektion verhindert. Um ein Ausbreiten des Coronavirus zu verhindern, muss von Erkrankten ein Mundschutz der getragen werden.

Was kann man noch tun, um sich zu schützen?

Das Robert Koch Institut empfiehlt eine gründliche Handhygiene (häufiges Händewaschen mindestens zwei Minuten lang mit Seife oder mit Desinfektionsmittel sowie eine gute Husten- und Niesetikette (Papiertaschentuch vor den Mund halten und anschließend entsorgen). Eine weitere Empfehlung lautet, unnötige Kontakte und das Berühren des Gesichtes zu vermeiden. Zu Erkrankten muss ein Sicherheitsabstand von 2 Metern eingehalten werden. Es kann zudem sinnvoll sein, im Alltag Handschuhe zu tragen, um Schmierinfektionen zu vermeiden.

Fazit

Schaden kann es mit Sicherheit nicht, einen Mundschutz zu tragen. Eine Atemmaske bietet zwar nur bedingt Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus, Grippevirus oder sonstigen Krankheitserregern, verhindert jedoch, dass mit kontaminierten Händen Mund und Nase berührt werden. Wer das Risiko, sich mit dem Coronavirus oder sonstigen Erregern zu infizieren, wirksam minimieren will, muss sich eine Atemschutzmaske mit der Schutzklasse FFP2 oder FFP3 kaufen.

Allrounder CBD – Hanföl – ein vergessener Allrounder

Lange Zeit wurde Hanf mit der psychoaktiven Substanz THC assoziiert und geriet deshalb aus dem Blickfeld medizinischer Forschung. Die Zulassung von CBD in der Schweiz hat hingegen den Fokus dafür geschärft, dass die Hanfpflanze aus mehr Essenzen besteht als nur aus THC.

Tatsächlich ist Hanf eine Heil- und Nutzpflanze, die seit vielen Jahrtausenden in der Medizin, als Papierlieferant und als Textilstoff für Leinen verwendet wird. Für die legendäre Heilerin aus dem Mittelalter, Hildegard von Bingen, war Hanf eine wichtige Heilpflanze, die sie als Antidot für viele Beschwerden empfahl. CBD ist einer der wichtigsten Cannabinoide der Hanfpflanze und Antagonist von THC. Die Substanz ist nicht psychoaktiv, sondern an mannigfaltigen Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt. Wir nehmen uns in diesem CBD Ratgeber der Sache an und klären über die CBD Wirkung auf.

Multimodaler Wirkkomplex von CBD

Der pleiotrope Wirkkomplex von CBD hängt damit zusammen, dass das Cannabidiol an mehreren Rezeptoren körpereigener Systeme andockt. Sind diese Regelkreise zum Beispiel aufgrund eines Mangels von CBD aus dem Gleichgewicht geraten, kann CBD diese wieder ins rechte Gleis überführen. Ohne den Anspruch der Vollständigkeit zu erheben, lassen sich die Wirkungen von CBD als entzündungshemmend, zellfördernd, stresslösend, schmerzbefreiend, antikarzogen, beruhigend, angstlösend, appetitzügelnd, entkrampfend, antibakteriell, antiviral, antimikrobiell, antioxidativ, antiallergen und hautbildfördernd beschreiben.

Bei der Interaktion von CBD mit körpereigenen Regelkreisen wird in erster Linie das Endocannabinoid-System (ES) genannt, das im zentralen Nervensystem, Rückenmark und Immunsystem existiert. Mit dem ES werden wichtige Prozesse gesteuert. Das ES vom Typ 1 ist unter anderem für die Schmerzwahrnehmung, Suchtregulation, den Appetit, Bewegungen und den Stressabbau zuständig. Das ebenfalls mit dem ES vom Typ 1 konnotierte Verdrängen von belastenden Erinnerungen (die ansonsten wie eine Endlosschleife im Gehirn herumspuken würden) erklärt den Erfolg bei US-Soldaten, die unter dem Einfluss von Kriegstraumata gegen das PTBS mit CBD behandelt wurden. Der ES Typ 2 wiederum stärkt das körpereigene Abwehrsystem, die Knochen und die Neuroplastizität des Gehirns. Das ist der Grund dafür, warum CBD auch als Antidementivum Anwendung findet.

Ferner dient CBD als Botenstoff für den Rezeptor GPR 55, der für wichtige Stoffwechselfunktionen, die Osteoklastenregulation und entzündungshemmende Prozesse benötigt wird. Da der GPR 55 direkt mit der DNS-Replikation durch die Produktion der Nukleotidbase Guanin in direkter Beziehung steht, werden noch viel mehr Auswirkungen des GPR-55-Rezeptors vermutet. Deshalb ist dieser Rezeptor derzeit ein umschwärmter Forschungsgegenstand von Biologen und Medizinern.

Die Interaktion von CBD mit den Vanilloid-Rezeptoren vom Typ 1 und 2 steht wiederum im Zusammenhang mit den schmerzlösenden und antikarzogenen Eigenschaften von CBD. Unter anderem durch seine Flavanoide und Terpene wird die Produktion wichtiger Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin stimuliert. Diese bewirken eine gute Stimmung und ein ausreichendes Maß an Lebensenergie. Der Kontakt von CBD mit dem Opiod-System äußert sich schließlich stresslösend und schlaffördernd.

Die CBD Dosierung

CBD kann auf viele Arten, zum Beispiel als Zigarette, Vaporizer, Salbe, Tablette, Kaugummi und Öl eingenommen werden. Beliebt ist hierbei das CBD Öl gegen Schmerzen aufgrund der unmittelbaren Wirkung des Öls durch die sublinguale Einnahme. Dabei wird das tröpfchenweise applizierte CBD Öl unter der Zunge „geparkt“. In etwa 30 bis 60 Sekunden ist die Resorption durch die Mundschleimhaut vollendet; die Wirkung tritt unverzüglich ein. Schließlich ist die passgenaue Dosierung ein weiterer Vorteil der CBD Dosierung als Öl.

Viren und Bakterien – wo liegen die Unterschiede?

Viren und die von ihnen ausgelösten Erkrankungen sind ein großes Thema in der letzten Zeit. Viele besorgte Menschen fragen sich daher, warum für Viren zwar Impfungen zur Verfügung stehen, Antibiotika jedoch keine Wirkung zeigen. Die Gründe sind in den physiologischen Unterschieden dieser beiden Keimarten begründet.

Bakterien

Bei Bakterien handelt es sich um einzellige Organismen. Allerdings unterscheiden sie sich an einigen Stellen von tierischen Zellen und auch tierischen Einzellern. Letztere bestehen zwar ebenfalls aus nur einer Zelle, sind aber um ein Vielfaches größer als die meisten Bakterien. Zudem besitzen sie einen Zellkern, in dem die DNA gespeichert ist – ebenso wie bei menschlichen Zellen. Anders bei Bakterien: Die DNA befindet sich als frei schwebender Strang oder zu kleinen, „Plasmid“ genannten Ringen zusammengefasst im Zellplasma.

Weitere Unterschiede sind das Vorliegen einer Zellwand aus dem Protein Murein bei Bakterien anstatt einer Zellmembran, zudem liegen andere Zellorganellen vor. Diese Faktoren werden in der Pharmazie genutzt, um Medikamente zu kreieren, die Bakterienzellen, aber keine menschlichen oder tierischen Zellen zerstören. Ein Ansatzpunkt kann beispielsweise spezifisch die Synthese des Mureins bilden, da Bakterien ohne dieses Protein keine Zellwand aufbauen können und absterben. Bei Säugetierzellen spielt es hingegen keine Rolle.

Viren

Bei Viren handelt es sich nicht um vollständige Zellen – je nach Definition ist nicht klar, ob es sich überhaupt um Lebewesen im engeren Sinne handelt. Im Gegensatz zu Bakterien sind sie nicht imstande, sich selbstständig zu vermehren, stattdessen benötigen sie Wirtszellen, um deren Strukturen auszunutzen.

Je nach Virus kann es sich dabei um tierische, pflanzliche, aber auch pilzliche oder bakterielle Zellen handeln – einige sind Generalisten, andere befallen nur wenige Arten oder Familien. Viren sind extrem klein und enthalten lediglich ihre Reproduktionsinformationen sowie Hilfsstrukturen zum Anheften und Kapseln aus Proteinen, dank derer sie eine Zeit lang außerhalb einer Zelle überdauern können. Im Gegensatz zu einigen Bakterien, die echte Überdauerungsformen oder sogar langlebige Sporen bilden, ist ihre Lebensspanne jedoch kurz. Ungeschützt sterben sie selbst unter günstigen Bedingungen in Minuten bis wenigen Wochen, abhängig von der Art des Virus und der Umgebung.

Fazit

Sowohl Viren als auch Bakterien können Erkrankungen auslösen – in einigen Fällen, wie der Mandelentzündung, sogar mit nahezu gleichen Symptomen –, trotzdem unterscheiden sie sich erheblich. Während Antibiotika bei vielen bakteriellen Infektionen gute Wirksamkeit zeigen, sind sie gegen Viren zumeist machtlos.

Das Fehlen eines Stoffwechsels sowie einer eigenen Reproduktion macht sie unempfindlich gegen die Medikamente. Das menschliche Immunsystem kann Viren jedoch bereits auf Basis ihrer Proteinstrukturen erkennen und vernichten. Schon deshalb sind Impfungen einer der wichtigsten Bausteine im Kampf gegen viröse Infektionen. Nicht zuletzt hilft die Unterscheidung, überflüssige Antibiotikabehandlungen zu vermeiden und so die Ausbreitung von Resistenzen einzudämmen.